IM FOCUS
Christian Gerhaher ist Preisträger des Rheingau Musikpreis 2009

Wiesbaden/Oestrich-Winkel, 05.12.2009 – Heute Mittag wurde im Biebricher Schloss der Bariton Christian Gerhaher mit dem Rheingau Musikpreis 2009 ausgezeichnet. Die Preisverleihung nahmen Herr Staatsminister Jörg-Uwe Hahn, Michael Herrmann, der Intendant des Rheingau Musik Festivals, und Claus Wisser, erster Vorsitzender des Rheingau Musik Festival e.V., vor. Die Laudatio hielt Prof. Dr. Dr. h.c. Dieter Borchmeyer. Die durch das Rheingau Musik Festival initiierte und mit 10.000,- Euro dotierte Auszeichnung wurde zum 16. Mal vergeben. Das Preisgeld stellte das Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst zur Verfügung.
Mit der Ehrung würdigte die Jury des Rheingau Musikpreises die Verdienste von Christian Gerhaher um das gegenwärtige Musikleben in Anerkennung seiner herausragenden sängerischen Leistungen. In der Begründung der Jury heißt es: „Mit Christian Gerhaher zeichnet das Rheingau Musik Festival einen international renommierten Sänger von außergewöhnlichem Format aus. Eine Künstlerpersönlichkeit wie Christian Gerhaher zählt im gegenwärtigen Musikgeschehen zu den Ausnahmeerscheinungen. Konsequent verfolgt Christian Gerhaher mit höchsten Ansprüchen seine sängerische und künstlerische Entwicklung. Unprätentiös, authentisch und mit vorbildlicher Seriosität investiert er seine ganze Künstlerpersönlichkeit in die Musik. Dabei konnte er eine Reife erlangen, die ihn zu einem der international gefragtesten Sänger unserer Zeit macht."
Die Feierstunde umrahmte der Preisträger musikalisch selbst, begleitet wurde er bei den Arien aus Robert Schumanns „Szenen aus Goethes Faust“ von seinem Klavierbegleiter Gerold Huber.
Prof. Dr. Dr. h.c. Dieter Borchmeyer lobte Christian Gerhaher in seiner sehr kundigen Laudatio: „Wenn man aber gegenwärtig vom deutschen Kunstlied redet, dann weiß jeder Kundige, dass wohl niemand dem Sänger gleichkommt, den wir heute feiern: Christian Gerhaher.“ Gerhaher habe zwar auch als Konzert- und Opernsänger bedeutende Erfolge, doch sei das Lied seine Gattung. Zum einen sei Christian Gerhaher ein Musiker von ausgeprägt literarischem Interesse. Zum zweiten befreie das Lied den Sänger aus dessen „selbstverschuldeter Unmündigkeit“, denn beim Lied befinde man sich quasi ohne irgendeine Art von Vormund in Gestalt eines Dirigenten, eines Orchesters, eines Ensembles oder Regisseurs alleinverantwortlich auf dem Podium, nur mit seinem Pianisten, im Fall von Christian Gerhaher seit zwanzig Jahren mit seinem Klavierbegleiter Gerold Huber. Zum dritten irritiere Christian Gerhaher auf der Opernbühne oft die Entfernung vom Orchester und vom Publikum. Beim Lied jedoch sei er dem Publikum stets verbunden, er sehe die Gesichter und könne sich als Sänger zugleich in den Hörer versetzen, selber Mit-Hörer sein. Prof. Borchmeyer endete seine Laudatio mit der Heraushebung: „Für ihn hat ein Künstler nicht nur ästhetische Grundregeln, sondern auch moralische Forderungen zu erfüllen. ... Dieses Ethos, das Bewusstsein und Gefühl der Verantwortung gegenüber der Gottesgabe des Singens, ... ehört nicht weniger zur Signatur seines Künstlertums als sein stimmliches Ingenium.“
Mit der Ehrung würdigte die Jury des Rheingau Musikpreises die Verdienste von Christian Gerhaher um das gegenwärtige Musikleben in Anerkennung seiner herausragenden sängerischen Leistungen. In der Begründung der Jury heißt es: „Mit Christian Gerhaher zeichnet das Rheingau Musik Festival einen international renommierten Sänger von außergewöhnlichem Format aus. Eine Künstlerpersönlichkeit wie Christian Gerhaher zählt im gegenwärtigen Musikgeschehen zu den Ausnahmeerscheinungen. Konsequent verfolgt Christian Gerhaher mit höchsten Ansprüchen seine sängerische und künstlerische Entwicklung. Unprätentiös, authentisch und mit vorbildlicher Seriosität investiert er seine ganze Künstlerpersönlichkeit in die Musik. Dabei konnte er eine Reife erlangen, die ihn zu einem der international gefragtesten Sänger unserer Zeit macht."
Die Feierstunde umrahmte der Preisträger musikalisch selbst, begleitet wurde er bei den Arien aus Robert Schumanns „Szenen aus Goethes Faust“ von seinem Klavierbegleiter Gerold Huber.
Prof. Dr. Dr. h.c. Dieter Borchmeyer lobte Christian Gerhaher in seiner sehr kundigen Laudatio: „Wenn man aber gegenwärtig vom deutschen Kunstlied redet, dann weiß jeder Kundige, dass wohl niemand dem Sänger gleichkommt, den wir heute feiern: Christian Gerhaher.“ Gerhaher habe zwar auch als Konzert- und Opernsänger bedeutende Erfolge, doch sei das Lied seine Gattung. Zum einen sei Christian Gerhaher ein Musiker von ausgeprägt literarischem Interesse. Zum zweiten befreie das Lied den Sänger aus dessen „selbstverschuldeter Unmündigkeit“, denn beim Lied befinde man sich quasi ohne irgendeine Art von Vormund in Gestalt eines Dirigenten, eines Orchesters, eines Ensembles oder Regisseurs alleinverantwortlich auf dem Podium, nur mit seinem Pianisten, im Fall von Christian Gerhaher seit zwanzig Jahren mit seinem Klavierbegleiter Gerold Huber. Zum dritten irritiere Christian Gerhaher auf der Opernbühne oft die Entfernung vom Orchester und vom Publikum. Beim Lied jedoch sei er dem Publikum stets verbunden, er sehe die Gesichter und könne sich als Sänger zugleich in den Hörer versetzen, selber Mit-Hörer sein. Prof. Borchmeyer endete seine Laudatio mit der Heraushebung: „Für ihn hat ein Künstler nicht nur ästhetische Grundregeln, sondern auch moralische Forderungen zu erfüllen. ... Dieses Ethos, das Bewusstsein und Gefühl der Verantwortung gegenüber der Gottesgabe des Singens, ... ehört nicht weniger zur Signatur seines Künstlertums als sein stimmliches Ingenium.“
