8 Jul 2010 Thursday 07:00 pm
Schloss Johannisberg, Fürst-von-Metternich-Saal
Schloss Johannisberg, Fürst-von-Metternich-Saal
Schumann: 200. Birthday
Zweimal Liebesglück
Robert und Clara Schumann - ein musikalischer Dialog

Artist:
Studierende der Liedklasse von Mitsuko Shirai und Hartmut Höll an der Hochschule für Musik Karlsruhe
Peter Härtling, Lesung
Peter Härtling, Lesung
Program:
Studierende der Liedklasse von Mitsuko Shirai und Hartmut Höll singen Sololieder, Duette und Vokalquartette von Clara und Robert Schumann.
Peter Härtling liest aus seinem biographischen Roman »Schumanns Schatten«
Peter Härtling liest aus seinem biographischen Roman »Schumanns Schatten«
»Im Gesang ist das Höchste vereint, Wort u. Ton, der unariticulirte Menschenbuchstabe; er ist die eigentliche extrahirte Quintessenz des geistigen Lebens.« Robert Schumann ist 18 Jahre alt, als er diesen Gedanken in seinem Tagebuch festhält und damit seiner frühen Begeisterung sowohl für die Musik als auch für die Literatur Ausdruck verleiht. Bevor er aber auch als Komponist beginnt, sich mit der Gattung des Liedes zu befassen, ziehen einige Jahre ins Land, in denen er noch von einer Karriere als Pianist träumt und sich auch kompositorisch ausschließlich mit dem Klavier befasst. Erst 1840 - dem Jahr seiner schwer erkämpften Hochzeit mit Clara Wieck - beginnt Schumann sich intensiv mit der Liedkomposition auseinanderzusetzen: Der Heine- und der Eichendorff-Liederkreis, die Zyklen »Myrthen«, »Dichterliebe« und »Frauenliebe und Leben« sind nur einige der Werke die in einem unvorstellbaren Arbeitstempo innerhalb des so genannten Liederjahres entstehen. Hartmut Höll und Mitsuko Shirai haben es sich mit ihrer Liedklasse an der Hochschule für Musik in Karlsruhe zur Aufgabe gemacht Schumanns Leben an Claras Seite und seine kompositorische Entwicklung an ausgewählten Liedkompositionen zu spiegeln. Dabei gelangen nicht nur Auszüge seines Schaffens aus dem Liederjahr zur Aufführung, sondern auch selten zu hörende Spätwerke, wie das »Spanische Liederspiel« von 1849 und die »Gedichte der Königin Maria Stuart« von 1852.


